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Es geht nach Norden, zum Schungit Stein.

Seit über fünfzehn Jahre reise ich regelmäßig nach Karelien zu der Schungit Abbau und Verarbeitungsstelle. Auch dieses Jahr ist es soweit, Tickets sind gekauft, Koffer gepackt, es geht nach Norden. Diesmal ist es eine etwas aufwändigere Reise geplant. Von Frankfurter Flughafen fliege ich erst nach Moskau, wo ich hoffe einige neue interessante Schungit Produkte mit dem Manager eines Juwelier Hauses gemeinsam zu gestalten. Danach geht es nach Karelien, dort habe ich Termine mit Einheimischen Heiler geplant. Ich habe auch vorgenommen eine besondere Stelle an der Onegasee zu finden, wo natürlich abgerundete Schungit Steine zu finden sind. Die letzten Tage werden ausschließlich der Qualität, Produktion der Schungit Produkte und dem aussortieren von Schungit Steinen für unsere Kunden gewidmet.

Ich freue mich riesig auf die Reise, leider werde ich nicht viel Zeit haben die wunderschöne karelische Natur zu genießen. Auch wenn es recht anstrengend und stressig ist, ist es  immer wieder ein besonderes Erlebnis, das mich mit Energie aufbaut.

 

 

Endlich ist es soweit, zum Bahnhof, mit der Bahn nach Frankfurter Flughafen und von dort aus mit dem Flugzeug nach Moskau.

 

Moskau, extrem laut, extrem schnelllebig.

Moskau ist eine besondere Stadt, schon fast wie ein anderes Land in Vergleich zu dem Rest Russlands. Hier läuft alles viel schneller, es ist alles viel teurer, nicht jedermanns Sache.

 In einem Café am „Platz der drei Bahnhöfe“ ist mir aufgefallen, dass das Personal ständig nur gerannt ist. Ich saß nicht weit von der Kasse entfernt und konnte beobachten wie überwiegend junge Frauen keine Sekunde normal gelaufen sind. Die sind alle fast gerannt, elegant aber trotzdem sehr schnell. Es hat ausgeschaut, ob jemand eine Videoaufnahme einfach schneller laufen ließ. Wenn dort länger aufhält, kann passieren, dass man von diesem Tempo angesteckt wird.

Wie geplant, bin ich am nächsten Tag zur meinem Termin gefahren. Das Unternehmen bietet echt vergoldete Aufkleber, in eine sehr hohe Qualität und auch preiswert.

Der Mitarbeiter des Juwelierhauses war sehr sachlich und kompetent. Auch wenn Schungit für ihn etwas Neues war, hat er mir einige interessante Ideen vorgeschlagen. Ich hoffe sehr, dass Ergebnis unserer Zusammenarbeit auch den Kunden gefallen wird. Es sollen einige neue Schungit Produkte entstehen, einerseits natürlich und wirksam, andererseits schön und preiswert.

 

 

In Moskau möchte ich mich nicht lange aufhalten, ich habe ein anderes Ziel und viel zu teuer ist diese Stadt auch. So mache ich mich auf dem Weg nach Petrosawodsk.

 

In Karelien

Im Petrosawodsk angekommen möchte ich keine Zeit verlieren, gleich am kommenden Tag habe ich mit meinen Geschäftspartner und langjährigen Freund eine Weiterreise geplant.

Gemeinsam fahren wir zur einen Stelle an der Onegasee, dort sollte es besondere Schungit Steine geben. Schungit Steine, die am Ufer vollkommen natürlich vom Wasser abgerundet werden. Schungit Steine mit einer besonderen energetischen Kraft, die der mechanisch abgerundeten Steinen um vielfaches stärker ist.

 

 

Im Normalfall findet man hochwertigen Schungit in eine Tiefe von ca. 0,5-3 m tief, wie es auf dem Bild zu sehen ist.

Von den Einheimischen, haben wir erfahren, dass dieser Ort sich im Gebiet „Zaonezje“ befindet. Wenn man auf der Karte dieses Gebiet anschaut, kann man richtige Streifen von Norden nach Süden erkennen. Millionen von Jahren in der Eiszeit, haben die Gletscher bei ihrer Bewegung Schungit Schichten freigegeben.

 

 

 

Nicht weit von dem Dorf „Shunga“ sollten abgerundete Steine am Ufer des Onegasee zu finden sein. Dort sollte es unter anderen, auch natürlich abgerundete Schungit Steine geben. Diese Steine haben eine außergewöhnlich starke energetische Ausstrahlung, die einen viel höheren Boviswert haben als die normalen Schungit Steine. In unseren Internetshop, bieten wir abgerundete Schungit Steine. Diese Steine werden in eine Trommel sehr lange getrommelt, dadurch entsteht eine abgerundete Form. ich konnte mir nicht vorstellen, dass es einen von der Natur aus abgerundeten Schungit Stein geben könnte. Bis jetzt gingen wir immer davon aus, dass es am Ufer viel zu geringer Wellengang herrscht um die Steine abzurunden.

Die Umgebung an der Schungit Abbaustelle habe ich bereits mehrmals erkundet. Ich war an vielen Stellen in direkter Nähe und auch etwas weiter weg, auch an Stellen die am Wasser liegen. Abgerundete Steine konnte ich bis jetzt nicht finden, alle Schungit Steine waren scharfkantig. Das Gebiet ist aber so riesig, es ist unmöglich das ganze See Ufer auch stichartig abzusuchen, dafür wird man Jahre brauchen. Wir haben aber eine recht genaue Beschreibung und das macht die ganze Sache viel einfacher.

 

Von Petrosawodsk in Richtung schlechter Straßen

Damit wir die Schungit Erkundungsreise an einem Tag schaffen, fahren wir sehr früher los. Von Petrosawodsk nach „Shunga“ sind es ca. 250 km von dort aus geht es in Richtung Süden. Die großen Straßen sind meistens in einem guten Zustand und unterscheiden sich kaum von einer Deutschen Bundesstraße.  Auch mit einem komfortablen Geländewagen geht die Reise nur an Federal-Straße (Bundesstraße) auch komfortabel. Sobald man aber von der Federal-Straße abbiegt, wird das ungemütlich. Da heißt es nur gut festhalten und einen festen Magen haben.

 

 

Vorbei an der Edel-Schungit Grotte, dem Dorf „Shunga“ und der Schungit Abbaustelle, geht es weiter nach Süden. Man denkt sich, schlechter kann die Straße nicht mehr werden, die wird aber schlechter und schlechter. Bis man irgendwann mal schmale Waldwege, im langsamen Schritttempo sich fortbewegt. Das Wetter kann sich hier sehr schnell ändern. Wenn es regnen sollte, wird diese Straße nicht mehr befahrbar, einfach zurückfahren wird für uns dann nicht mehr möglich sein.

Wir hatten aber Glück, das Wetter blieb schön, sonnig, kaum Wind und richtig warm. Soweit das Auge reicht sieht man wunderschöne Sandstrände, zum Baden ist das aber leider immer noch viel zu kalt. Es ist eben eine nördliche Region.

 

 

Die Schönheit der Natur lässt sich aber kaum genießen. Die Stechmücke ist eine sehr lästige Plage in dieser Gegend. Kaum ist man aus dem Auto ausgestiegen, wird man von einem richtigen Schwarm attackiert. Die letzten Kilometer zu Fuß waren nicht einfach. Aggressive Blutsauger, Verteidigungsgräben aus dem Zweiten Weltkrieg und ein dichter Wald.

Gelohnt hat sich das auf jeden Fall. Ganz am Ende, an der Spitze von „Guba Vonga“ (Губа Вонга), ein schmaler Streifen der in das Wasser rankt und von drei Seiten vom Wasser umgeben ist. Endlich haben wir das Ziel unserer Reise erreicht.

Die außergewöhnliche Lage, ist mit Sicherheit der Grund, warum ausgerechnet an dieser Stelle die Steine abgerundet sind. Sonst sieht man kaum Schungit Steine direkt am Wasser und schon gar nicht vom Wasser umgeben.  

 

 

Die Steine sind hier wirklich, schön rund, wie man das von einem Meeresstrand kennt.

 

 

Auf den ersten Blick sind die Schungit Steine von verschiedener Härte und Zusammensetzung. Man findet härtere Steine mit recht viel Quarzit Anteil aber auch etwas dunklere und weichere Schungit Steine.

Einige habe ich auf Stromdurchlässigkeit geprüft, nur wenige Steine ließen Strom durch. Ein paar Schungit Steine habe ich auch eingesammelt um die energetisch zu Hause testen zu lassen.

 

 

An diesem besonderen Ort konnten wir uns nicht lange aufhalten, nach ein paar Stunden müssten wir wieder zurückfahren. Die Mückenplage ist so unerträglich, dass wir das auch länger nicht ausgehalten hätten. Gegenmittel haben wir leider vergessen, das passiert mir bestimmt nie wieder. Dann haben wir auch noch geplant uns mit Einheimischen über Schungit zu unterhalten. Unsere Reise sollte auch abends zu Ende gehen, da wir keine Übernachtung in dieser Gegend geplant haben.

Auf dem Rückweg machten wir Stopp an der Schungit Grotte. Zu meiner Überraschung wird an der Edel-Schungit Grotte und in nähere Umgebung weiter nach Edel-Schungit gesucht. Zum letzten Mal war ich in der Grotte vor fünf Jahren, und da sah schon so aus, ob nichts mehr zu holen wäre. Eingangsbereich der Grotte ist mittlerweile mit Eisengitter verschlossen, trotzdem scheint es sehr interessant zu sein nach Edel-Schungit an dieser Stelle zu suchen. Bereits seit Jahren machen sich Gerüchte breit, dass Edel-Schungit knapp ist und das treibt die Preise hoch.

An der Grotte haben wir einen jungen Mann getroffen, der eine kleine Tasche mit Steinen dabei hatte. Er erzählte uns, dass es um die Grotte herum einiges an Edel-Schungit immer noch zu finden ist. Mit Sicherheit sind auch einige Tonnen Edel-Schungit in umliegenden Höfen zu finden.

 

 

Die umliegenden Häuser sind in eine fast direkter Nähe zu der Grotte. Es gibt einige Interessenten, die diese Grundstücke wegen dem Edel-Schungit kaufen würden. Ausgerechnet diese Häuser, können aus rechtlichen Gründen nicht gekauft werden. Die grünen Stücke gehören der Gemeinde und sind an die Einwohner auf unbestimmte Zeit vermietet. So wird vermutlich eine große Menge an Edel-Schungit an diesen Stellen vor erst erhalten bleiben.

Das Gespräch mit dem jungen Mann hat es noch mal bestätigt. Die Einheimischen haben sehr große Mengen an Edel-Schungit bei sich gesammelt. In der Umgebung der Grotte ist auch noch einiges zu finden, so wird uns der Edel-Schungit nicht so schnell ausgehen. Wir haben selbst versucht ein paar Edel-Schungit Steine zu finden, leider waren es nur zwei winzig kleine glänzende Edel-Schungit Steine.

Auf dem Rückweg, im Dorf „Tolwuja“ hatte ich ein interessantes Gespräch. Eine Frau erzählte mir von einem Kartoffelfeld mit Schungit Steinen. Dieses Feld gehört ihr nicht, sie hat aber ganz genau festgestellt, dass die Pflanzen richtig stark und gesund sind. Die Ernte wird wohl auch besonders gut ausfallen. Den Besitzer dieses Feldes konnten wir leider nicht finden.

 

 

Das ist mit Sicherheit nicht das einzige Feld, das mit Schungit angereichert wurde. Schungit gibt es reichlich in dieser Gegend, das kostet praktisch nichts und das Ergebnis ist überzeugend.

Sehr gerne würde ich an diesem besonderen Ort, mehrere Tage verbringen, leider fehlt mir die Zeit dafür. Auch wenn wir erst sehr spät in der Nacht zurückgekommen sind, hatte ich ein sehr schönes Gefühl. Das war wirklich eine gelungene Reise zu einem besonderen Ort.


 

Ich bin mir sicher, bald werde ich wieder kommen.

In Petrosawodsk den Heilern auf der Spur.

Bereits vor der Reise habe ich aus Internetanzeigen bei mehreren Volksheiler direkt in Petrosawodsk Termine ausgemacht. Ganz gespannt war ich auf diese Treffen, jede Menge Fragen über Schungit und karelische Heilverfahren habe ich vorbereitet.

Leider wurde ich sehr enttäuscht. Die vermeintliche Heiler und Wahrsager entpuppten sich als profitgierige Personen, die einen ähnlichen Gesprächsmuster haben und für mich vollkommen uninteressant waren. Zu dem ersten zwei Terminen bin ich hingegangen den dritten habe ich abgesagt.

Es gibt mit Sicherheit bewundernswerte und wirklich starke Heiler und energetisch arbeitende Menschen in Karelien. Auf meinen vorherigen Reisen habe ich bereits einige solche Menschen getroffen, die eine sehr starke spirituelle Ausstrahlung haben und ihren Mitmenschen positive Energie schenken. Schungit wird dabei oft als eine Art Hilfswerkzeug benutzt. Dieses Mal hatte ich einfach keinen Glück, solche Menschen zu treffen.

Die letzten Tage in Petrosawodsk habe ich in der Schungit Produktionswerkstatt verbracht. Einige Steine habe ich für unsere Kunden ausgesucht, mit einem Kleintransporter kommen die ein paar Wochen später nach. Die Tage in der Werkstatt sind für mich immer besonders produktiv. Menschen die täglich mit Schungit arbeiten haben ein besonderes Verhältnis zu dem Stein. Immer wenn ich da bin erzähle ich von den Wünschen unserer Kunden, es wird getestet und probiert. Ergebnis dieser Gespräche sind neue Schungit Produkte oder auch Erkenntnisse zur Anwendung des Steines.

Meine Schungit Reise ist zu Ende. Es war eine gelungene Reise, mit vielen interessanten Informationen und besonderen Steinen, die mir nach Deutschland später folgen.

Auf Wiedersehen Karelien.

(17.09.2017)