Oft fragen unsere Kunden, wo unsere Schungit und Edel-Schungit Steine herkommen. Wenn man sich nicht eingehend mit der russischen Sprache und der Region Karelien beschäftigt, kann man schnell durcheinandergeraten. Im Internet gibt es viele unterschiedliche Angaben: der eine Händler schreibt, dass die Steine aus Karelien kommen, der andere meint, dass nur am Onegasee abgebaute Steine echt sind. Um Klarheit über die Herkunft des karelischen Schungits zu schaffen, möchte ich Ihnen die Ortsbezeichnungen übersichtlich darstellen.

  • Region Karelien, Hauptstadt Petrosawodsk

Die Region Karelien liegt im nordöstlichen Teil Europas auf dem Gebiet der Russischen Föderation, erstreckt sich ein Stück weit aber auch über Finnland. Schungit wird ausschließlich in dem Teil Kareliens abgebaut, der auf dem Gebiet der Russischen Föderation liegt. Dieses Gebiet bildet eine eigene Republik Karelien innerhalb der Russische Föderation, mit eigener Regierung in der Hauptstadt Petrosawodsk. Karelien ist eine wasserreiche Region mit hunderten Seen und Inseln. Der größte See ist der Onegasee.

  • Onegasee

Von der Fläche her ist der Onegasee (Fläche: 9.700 km²) ca. 18-mal so groß wie der Bodensee (536 km²) und wegen der nördlichen Lage deutlich kälter.

  • Zaonezhye

Das Gebiet um die Halbinsel Zaonega und den benachbarten Archipel der Insel Kizhi im Nordosten des Onegasees heißt Zaonezhye. Im Vergleich zu mitteleuropäischen Verhältnissen ist diese Gegend sehr dünn besiedelt. Sie ist gerade deshalb aber ein sehr beliebtes Ziel für Touristen, die auf der Suche nach nördlicher, unberührter Natur sind.

  • Shunga

Ist ein recht kleines Dorf, das früher ein bedeutender Markt und Tauschplatz für die ganze Region war. Das Dorf liegt am Ufer des Onegasees im Gebiet Zaonezhye.

  • Zazhoginskij

ist der Name für einen Steinbruch in der Nähe des Dorfes Shunga. Hier wird hochwertiges Schungitgestein mit hohem Kohlenstoffgehalt abgebaut und in die ganze Welt exportiert.

Karte,  Europa in Karelien

Abb.: Karte,  Europa in Karelien

Je nach englischer, französischer oder deutscher Schreibweise können die Namen der Ortschaften sich leicht unterscheiden.


Karelien und das Schungitgestein sind eng miteinander verbunden.

Karelien ist ein wirklich bezauberndes Land mit unzähligen Seen, kleinen und großen Inseln mit wunderschöner nördlich geprägter Natur. Durch die besondere Lage und relative Nähe zu den russischen Großstädten Moskau und St. Petersburg ist Karelien schon immer ein beliebtes Ausflugsziel gewesen. Auch der Schungitstein und das davon berührte Quellwasser wirkten immer anziehend auf die Menschen.

Nicht zufällig entstand zu den Zeiten Peter des Großen der erste russische Kurort ausgerechnet in Karelien.

KurortsschildAbb.: Kurortsschild

Heute hat sich in Karelien eine nennenswerte Tourismusindustrie entwickelt, die vom Extremsport an karelischen Felsen und auf wilden Flüssen bis hin zu einem breiten Angebot an Kurorten – unter anderem auch mit Schungit-Behandlungen –, alles für ihre Gäste bereithält.

Bootstour in Karelien Abb.: Bootstour in Karelien

Es gibt in Karelien keine Jahreszeiten, die sich eher oder weniger für einen Besuch eignen. Viele Reisebüros weltweit bieten mittlerweile Reisen für jeden Geschmack nach Karelien an. Zur Abbaustelle von Schungit und Edel-Schungit selbst gibt es mittlerweile sogar bezahlbare organisierte Fahrten von Westeuropa aus.

 

Kulturell bietet Karelien auch einiges, was man von einer nördlich so weit abgelegenen Region nicht unbedingt erwartet. In der Hauptstadt Petrosawodsk zum Beispiel können Sie sehr interessante Museen mit internationalen Ausstellungen wie auch Theater in mehreren Sprachen finden.

 

Kulinarische Highlights finden Sie nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in den kleinsten Dörfern. Das bekannteste traditionelle Gebäck Kareliens heißt „Kalitki“.

Kalitki mit KartoffelAbb.: Kalitki mit Kartoffel

Verschiedene Füllungen mit Fisch, Kartoffeln und natürlich süßen Quarkmischungen, mal etwas kleiner und schmaler oder auch rund – “Kalitki“ gibt es für jeden Geschmack. Verkauft werden sie in den teuersten Restaurants wie auch am Kiosk um die Ecke. Ich empfehle Ihnen, diese Leckerei auf jeden Fall zu probieren.

 

Die Bibel der Steinzeit.

Am Ufer des Onegasees sind die sogenannten „Karelischen Petroglyphen“ zu sehen: Die in den Fels geritzten Bilder geben den Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf, welche Völker mit welchem Ziel diese Bilder erschaffen haben. Auch wenn manche Bilder Szenen aus dem Alltag der Urmenschen zeigen sollen, können einige Abbildungen auch als energetisch starke Bilder mit spirituellem Hintergrund verstanden werden.

Petroglyphen Abb.: Petroglyphen

Karelien ist vielseitig und eben sehr interessant, die Region bietet Möglichkeiten, Neues und Unbekanntes kennenzulernen und vielleicht auch andere Sichtweisen auf die Dinge für sich zu entdecken. Das betrifft natürlich auch die Gegend, in der das Schungitgestein abgebaut wird. Dieser starke energetische Ort wird von vielen Menschen aufgesucht als ein magischer Ort zum Aufladen ihrer Lebensenergie.


Begegnungen mit den Menschen.

In Karelien trifft man Menschen verschiedener Konfessionen und Nationalitäten. All diese Menschen leben seit sehr langer Zeit friedlich miteinander. Die meisten Einwohner Karelien sind zugezogene Bevölkerungsgruppen. Bereits zur Zeit der Zaren wie auch später unter kommunistischer Regierung wurden viele Menschen zwangsumgesiedelt. Dadurch wurden die Ureinwohner Kareliens, die „Karelen“, stark beeinflusst. Unter der kommunistischen Planwirtschaft ging der wichtigste Wirtschaftszweig Kareliens, die Landwirtschaft, fast vollkommen zugrunde. Heute sind diese Zeiten glücklicherweise vorbei, es wird viel Geld in die Wiedererstehung der karelischen Kultur investiert.

Heute ist es nichts Besonderes, im Fernsehen einen karelischen Sender zu finden oder im Radio karelische Lieder zu hören. Es gibt Theater und Ausstellungen, die sich ausschließlich der karelischen Kultur widmen. Nach alter Tradition veranstaltet man Straßenfeste und feiert Märkte zur Erntezeit.

karelische Straßenfest Folklore Abb.: karelische Straßenfest Folklore

Sehr verschiedene Menschen habe ich auf meinen Reisen in Karelien kennengelernt. Es sind Weißrussen und Kasachen, Juden und Moslems gewesen, die in Karelien mittlerweile seit Generationen leben. Es ist ein Land, das Menschen die Möglichkeit bietet, trotz verschiedener Nationalität und Konfession friedlich miteinander zu leben.

 

Bei meinen Reisen nach Karelien ging es mir hauptsächlich um Schungit und Edel-Schungit.

Schungit und Edel-Schungit ist in Karelien auf der Halbinsel „Zaonezhye“ zu finden. Es ist ein besonderer Ort, der für mich wie für viele andere Menschen auch eine große Bedeutung hat. Denn am Rande des Dorfes Shunga befindet sich die einzige heute bekannte Fundstelle des Minerals Edel-Schungit. Von hier begann vor sehr langer Zeit die Geschichte des Schungits, eine besondere Geschichte von einem besonderen Stein.

Ortsschild ShungaAbb.: Ortsschild Shunga

Ein paar Kilometer weiter liegt die Abbaustelle „Zazhoginskij“ für Klassischen Schungit, nicht weit davon befindet sich auch die berühmte, in vielen Büchern und Überlieferungen erwähnte „Schungit-Quelle der Gesundheit“, “ Zarewin Klutsch“.

Es ist ein Ort mit einer besonderen, positiven Schungit-Schwingung.

Wenn man in den Sommermonaten in dieser Gegend unterwegs ist, begegnet man oft Gruppen von Menschen, die von weit hergereist sind, um die Schungit-Quelle zu erleben.

Von hier aus hat die Geschichte des Schungits ihren Anfang genommen, bis heute werden Schungitsteine mit ihrer Lebensenergie und ihrer besonderen Information von diesem Ort aus in die ganze Welt getragen.

Das Mineral Schungit hat seinen Namen von dem nahen Dorf Shunga bekommen. Schungit in dieser hohen Qualität ist bisher nur in dieser Gegend zu finden.

Schungit und Edel-Schungit sind Kompositgesteine, die im Wesentlichen aus Kohlenstoff bestehen. Die Entstehung des Schungit und Edel-Schungit Gesteins ist bis heute nicht geklärt. Eine Theorie besagt, dass der Stein aus Algenablagerungen entstanden ist. Die Herkunft aus dem All wird aber auch nicht ausgeschlossen. Es wird vermutet, dass dieses Schungit-Gestein der Überrest des Planeten Phaeton sein könnte. Eines ist sicher: es ist kein Zufall, dass Schungit in dieser Gegend zu finden ist. Es ist eben ein besonderer Stein in einer besonders magischen und energievollen Gegend.